Ferienlieblinge

Ferienlieblinge

September 6, 2017 5 Von FrauSonnenburg

Endlich ist die Sommerpause beim MeMadeMittwoch vorbei!
Obwohl ich tatsächlich nie an Langeweile leide, fehlte mir in den letzten Wochen doch die wöchentliche Präsentation von selbstgemachter Kleidung. Ich hoffe, das Moderatorenteam und auch ihr Mitstreiterinnen seid gut erholt und hattet wunderbare Ferien.

Heute ist tatsächlich mein erster Arbeitstag nach zweienhalb wunderbaren Ferienwochen, und ich darf gleich mit einer Diestreise ins schöne Zürich starten.
So sind meine Erinnerungen an meine schönsten Ferienerlebnisse noch recht frisch, und ich teile sie gerne mit euch!

Im Juni waren wir schon eine Woche auf unserer Lieblingsinsel Usedom, aber der Haupturlaub fiel in die letzten beiden Wochen im August. Diesmal war unser Ziel Amsterdam und die Nordseeinsel Texel.

Den Hinweg haben wir in Etappen gestaltet und einen Zwischenstopp in Ibbenbüren bei Osnabrück eingelegt, um den Teichpark von NaturaGart zu besuchen.
Hier kann man ein großes Parkgelände durchwandern und viele verschiedene Teichlandschaften und ihre Pflanzen und Tiere bewundern.
Einige Teiche sind sogar „von unten“ zu bestaunen, so dass man auch die Fische von Nahem beobachten kann. Zum Beispiel ganz imposante, meterlange Störe. Außerdem gehört ein riesiger Tauchteich zum Gelände, hier kann man Tauchschüler beim Trainig beobachten. Und man kann megalecker Kuchen im zugehörigen Café futtern, allein dafür lohnt sich schon der Besuch!

Momentan sind die letzten Seerosen- und Lotosblüten zu bewundern, und
eine wahre Pracht an Dahlien, wie im Hintergrund zu erkennen.

 Auf dem Foto trage ich meinen zweiten „Hint of Summer“ in sommerlichem Gelb. Tatsächlich war es an diesem Tag nach gefühlt monatelangem Regen endlich einmal trocken und warm genug für das luftige Pullöverchen, dessen Entstehung ich hier schon beschrieben habe. 

Von Ibbenbüren sind es nur zwei Stunden bis Amsterdam, unserer nächsten Zwischenstation. Einen Tag lang haben wir uns dem Trubel der Stadt gewidmet Dabei habe ich den besten Ehemann von allen gaaanz zufällig zum Albert Cuyp-Markt gelotst – und keinen Stoff gekauft – und auch zu Stephen & Penelope, dem Kultladen von Stephen West – und ein Vermögen investiert. Aber das ist eine andere Geschichte und wird ein andermal erzählt.
Der beste Ehemann von allen wartete glücklicherweise geduldig draußen und gab sich seinen eingenen Versuchungen hin. 😂

Highlight des Besuchs in der Stadt war aber das Rembrandthuis – ein ganz sehenswertes Museum! Zufällig war gerade eine Vorführung darüber, wie die großen Meister früher ihre Farben zubereitet haben. Der Vortragende hatte sein Thema gefunden und wusste ganz mitreißend zu erzählen, wie wie teuer die Farbe war, und vorzumachen wie mühsam es war, die Mineralien zu mahlen – natürlich mit den zeitgenössischen Werkzeugen und unter Erläuterung einiger von Rembrandts Werken. Eine Stunde stand ich dabei und war ganz Ohr und Auge!
Den folgenden Tag haben wir in Zaandam verbracht und uns die Zaanse Schans angesehen. Ebenfalls absolut empfehlenswert! Ein großes Freilichtmuseum mit Tante-Emma-Laden „ganz wie früher“, den üblichen Andenkenläden und Restaurants, und vielen Windmühlen, die teilweise wieder instandgesetzt wurden, um die Funktionsweise für die Nachwelt zu erhalten. Darunter eine Gewürzmühle mit kleinem Museum, eine Farbmühle, in der die Minerale für Herrn Rembrandt gemahlen wurden, und eine Sägemühle, in der heute wieder für den Baustoffmarkt Holzstämme zu Bretter nach Wunschmaß gesägt wurden. Hier gab es wieder einen dieser Mitmenschen, die ihre Bestimmung gefunden zu haben scheinen, der ganz spannend von der Funktionsweise der Sägevorrichtung und den Herausforderungen zu berichten wusste, wenn zu viel oder zu wenig Wind herrscht. Wirklich spannend – vor allem weil die Windkraft schon vor hunterten Jahren so smart und vielfältig genutzt wurde!


Neben den typischen Holzschuhen trage ich auf dem Foto unten meine gekürzten Classic Flares vom letzten Jahr ( klick hier) – und mein Ringelshirt nach dem Schnitt „Solid & Striped“ (klick hier), genäht in diesem Frühjahr. Bequem, luftig, fahrradtauglich – genau mein Ding.

 Weiter ging’s nach Texel, hierzu muss man Fähre fahren.
Habe ich eigentlich erwähnt, dass mit Beginn des Urlaubs ein traumhafter Spätsommer mit Sonne und angenehmen Temperaturen um die 20°C einzog? Was für ein Glück! So durfte mein Hint of Summer bei der kurzen Überfahrt mit an Deck.

Texel ist eine wunderschöne, gar nicht mal so kleine Insel mit einer herrlichen Dünenlandschaft zur Nordsee hin. Per Fahrrad lässt sie sich sehr gut erkunden, es gibt überall separate Fietspaden und wenige Steigungen. Was man aber nicht verachten sollte ist der Wind – bei der Fahrradtour am ersten Tag über mehr als 25 km hatte ich auf dem Rückweg schwer zu kämpfen, da der Wind ganz hartnäckig und steif von vorne wehte.

Mein Ankershirt, ebenfalls vom letzten Jahr, musste bei so einem maritimen Ziel natürlich mit:

Den großzügigen Ausschnitt musste ich allerdings der Sonne wegen mit einem Schal abdecken. Bei der erwähnten Fahrradtour hatte ich mir nämlich ordentlich das Dekoletée verbrannt, was ich nicht verschlimmern wollte. Der Sonne entkommen sind wir im Museum Kaap Skil – ebenfalls ganz toll und sehenswert (und wir bekamen sogar noch Freikarten für ein weiteres Museum dazu). Zum Gelände gehören ein kleines Freilichtmuseum, sowie eine große Ausstellung über die Geschichte der Schiffahrt und Fischerei auf Texel, darunter ein großer Schuppen voll mit Dingen, die den Fischern ins Netz gegangen sind. Unglaublich, was da alles zu sehen ist! Im Erdgeschoss gibt es außerdem ein großes Modell der „Texeler Reede“, dass über kleine Filmchen die Zeit der Ostindienfahrten veranschaulicht. Ihr merkt, ich bin immer noch sehr begeistert!
 
 Natürlilch gehört auch Strandleben zum Inselurlaub. Unbedingt!
Der Wind am Strand ist allerdings auch an warmen Tagen sehr frisch. Und wer, so wie wir, schnell verbrennt und deshalb unterm Sonnenschirm sitzt, friert im Schatten umso schneller. Gut, dass mein neuer Pullover „Get moving“ noch rechtzeitig vorm Urlaub fertig geworden ist, der hat mir am Strand gute Dienste geleistet. Den Pullover habe ich bisher noch nicht verbloggt, das werde ich in der nächsten Zeit nachholen.


 Texel ist als Insel unglaublich vielfältig. Es gibt wunderschöne Dünen zur Seeseite, in denen gerade die Heide blühte, viele und große Muscheln am Strand (anders als bei uns an der Ostsee), Polderlandschaften und überall kleine Kanäle. Natürlich auch jede Menge Schafe, Kühe und Pferde – wie ein kleines Bullerbü! Und allüberall Weitblick und freie Sicht. Zusammen mit dem schon erwähnten stetig blasenden Wind sorgt das für einen freien Kopf – genau richtig!

 Über das Wattenmeer und seine Bewohner, insbesondere über den Naturpark Texelsche Dünen, kann man im Ecomare-Bescucherzentrum vieles erfahren. Hier gibt es neben verschiedenen Aquarien und einem wunderbaren Dünen-Außengelände eine Seehunde-Aufzuchtstation zu sehen. Hier haben wir den Seehund Harry kennen gelernt, und auch die vor einiger Zeit gestrandeten Schweinswale Dennis und Michale, die leider alle nich mehr ausgewildert werden können. Dafür ziehen sie die Besucher bei den Fütterungen an. Auch viele kleinere Robben in der Aufzuchtstation sind zu sehen (die sind aber auch wirklich zu niedlich), die wieder ausgewildert werden, sobald sie genug Speck angesetzt haben.

Praktischerweise liegt das Ecomare nicht weit weg vom Strand, und an diesem Strandabschnitt steht auch eines der vielen Strandrestaurants, wo man tagsüber die Portion Pommes, das Eis oder die Cola bekommt, aber auch häufig lecker essen kann.
 Da die Strandrestauerants alle an der Westseite der Insel gelegen sind,
gibt es das Spektakel zum Sonnenuntergang gratis dazu. Perfekte Plätze!
Mein erstes Ringelshirt, vor zwei Jahren noch ohne Overlock genäht und inzwischen ganz schön abgeliebt, durfte auch noch einmal mit in die Ferien. Hier sitze ich gerade in einem der genannten Strandrestaurants und überlege, was die Speisekarte mir heute Leckeres bieten könnte.

Alles in allem war es wirklich ein total gelungener Urlaub.
Wettermäßig war das Timing perfekt, denn am Abreisetag goss es aus
Eimern, so dass der Abschied nicht so schwer fiel.

Wie ihr seht, ist meine Kleidung im Urlaub zweckmäßig – lässt genug Bewegungsfreiheit, ist luftig und folgt großteils meinem sicheren Farbkonzept blau-weiß-rot. Damit ist alles mit allem kombinierbar, und der Koffer kann eine Nummer kleiner ausfallen. Hätte ich gewusst, dass wir ein derart tolles Wetter haben würden, hätte ich auch die eine oder andere Strickjacke zu Hause gelassen – aber vermutlich ist es dann wie mit dem Regenschirm: Hat man keinen dabei, regnet es garantiert.
Für den nächsten Sommer nehme ich mir aber vor, noch eine kürzere Hose und eine ganz leichte lange Hose zu nähen, und vielleicht auch noch ein Kleid mit Taschen. Üblicherweise haben meine (Jersey-)Kleider keine, was sehr hinderlich ist, wenn man sein Handy als Kameraersatz überall hin mitschleppt und es nicht zwischendurch schnell mal wegstecken kann 😊

Nun bin ich gespannt, was ihr von Euren Ferien berichtet, und welche Kleidung ihr dabei hattet!