Gelbgelbgelb!

Gelbgelbgelb!

August 8, 2017 5 Von FrauSonnenburg
Beim Maschenfeintreffenin Berlin Mitte Juni gab es viele tolle Garne zum Ansehen und Anstricken.
Zwei
Garne von Itoyarns haben sich spontan erst in mein Herz geschlichen,
dann in mein Hirn (indem konkrete Projekte Form annahmen), und
schließlich auch in den Warenkorb:

Besonders
das Garn Urugami hat mir Schnappatmung beschert. Das Garn hat einen ein
ganz runden, ganz festen Faden aus Wolle und Papier. Da mich
Papierfaser schon beim
Poncho überzeugt hat, den ich aus Ito
Washi gestrickt habe, war meine Neugier betreffend dieses Garns groß.
Außerdem bietet Urugami eine wunderschöne Farbpalette!
Ganz besonders hat mich der Gelbton 
entzückt, und noch beim Treffen in Berlin habe ich mit den
Mitstrickerinnen
entschieden, dass ich diese Farbe UNBEDINGT brauche. Obwohl gelb sonst
in meinem Kleiderschrank nicht vorkommt. Als Beilauffaden habe ich mir
Shio  
in weiß ausgesucht, ebenfalls von Ito und bereits von mir erprobt.
 In
der Maschenfeingruppe gab es bereits einige fertige Modelle zu
bewundern, die zweifädig aus den beiden Garnen entstanden sind, und der
melierte Effekt aus den beiden Farben hat mir sehr gefallen. 
Das Projekt zum Garn war auch schnell klar: es soll ein zweiter Hint of Summer nach einer Anleitung von Isabell Kraemer werden (den ersten
könnt ihr hier bewundern). Diesmal in der Variante ohne Ärmel und mit
geradem Saum.

Da
diese Garne von Ito auf Pappkonen gewickelt sind, habe ich mir
angewöhnt, beide Fäden auf ein Knäuel zu wickeln. So strickt es sich
einfacher ab, und die Konen klackern
nicht aneinander beim Stricken – so hat der beste Ehemann von allen ein
ungestörtes TV-Erlebnis 

Die
Maschenprobe war schnell gestrickt, fiel aber wider Erwarten doch etwas
kleiner aus als beim ersten Modell. So habe ich diesen HOS auf NS 3
gestrickt und in Größe
M2. Im Nachhinein hätte ich auch gut M1 stricken können wie beim
Vorgänger, denn das Top sitzt schon sehr locker.

Was mir besonders gefiel war, dass die Melierung des gelbweißen Garns genau zum Eis (Mascarpone – Mango) passte. Lustig, oder?

 Angeschlagen
habe ich das Top mit Bambusnadeln. Das stellte sich nach kurzer Zeit
als keine gute Idee heraus, die Maschen klebten an der Nadel und das
Stricken war eine
Quälerei. So ging es nur sehr langsam vorwärts. Umsteigen auf
Holznadeln brachte etwas Linderung.

Richtig
optimal aber lief es erst, als ich mir HiyaHiya Sharp Nadeln bestellt
habe, die mir eine liebe Strickbekannte wärmstens empfohlen hat.Schaut mal, welcher Unterschied
im Maschenbild sich ergibt:

 Der
Wahnsinn! Eigentlich hatte ich Metallnadeln abgeschworen (u. a. auch,
damit der beste Ehemann von allen nicht bei seinem Fernsehfilm gestört
wird oder ich irgendwann
wegen Ruhestörung vom Sofa verbannt werde). Aber diese Nadeln haben das
Projekt echt gerettet. Und beschleunigt! Sagenhafte 15 Reihen schaffte
ich an einem Abend. So verloren selbst die endlos langen Runden des
Körpers ihren Schrecken. Die Langeweile beim
Stricken der langen Runden habe ich mir auch mit Lektüre vertrieben –
wenn es einfach stur rechts geradeausgeht, kann ich inzwischen sogar
beim Stricken lesen.

Gegen
Ende war ich mir nicht so sicher, ob die Garnmenge reichen würde. Ich
hatte vier Konen Urugami / 2 Konen Shio, was genau der angegebenen Menge
laut Anleitung entsprach.
Auf diesem Foto sind drei Konen verstrickt, und es fehlen noch 14 cm Länge:

Da Modell Nr 1 etwas kurz geraten war, fiel
die Entscheidung, alles Garn aufzustricken und den Abschluss mit Resten in rein weiß zu arbeiten. Win-Win: keine Reste aus diesem
Projekt, und Reste
vom ersten Hint of Summer werden auch gleich reduziert!

Für
den Abschluss habe ich also die Anleitung etwas umgemodelt und nach
Ende des gelbweißen Knäuels eine Reihe rechts in weiß gestrickt. Die
Maschen habe ich dann nicht
abgekettet, sondern mit festen Maschen abgehäkelt:
Anschließend
habe ich eine Runde Krebsmaschen gehäkelt. Das sind feste Maschen, aber
nicht wie üblich von rechts nach links gehäkelt, sondern von links nach
rechts.
Und sie geben einen ganz hübschen Effekt:

Am
Halsausschnitt und an den Ärmelsäumen habe ich ebenfalls je eine Runde
feste Maschen – eine Runde Krebsmaschen gearbeitet. Dann wurde das Top
gebadet, getrocknet
und gedämpft – und ich bin total verliebt über das wunderbar
gleichmäßige Maschenbild, das sich nun für das gesamte Top ergibt. Hier
ist er nun, mein Hint of Summer:
Und
ganz ehrlich, wenn es jetzt nicht endlich Sommer wird hierzulande, dann
weiß ich auch nicht mehr weiter! Nach Wochen mit endlosem Regen und
Temperaturen um die 20
°C haben wir uns hier im Norden endlich einmal ein paar warme Tage
verdient, damit die Sommersachen einmal zu ihrem Recht kommen, meint ihr
nicht? Dann gibt es auch Tragefotos, versprochen!
Solange verlinke ich mich erst einmal zu