Hope Woven Dress von StyleArc – Flower Power!

Hope Woven Dress von StyleArc – Flower Power!

1. September 2021 13 Von FrauSonnenburg

In diesem Blogpost nehme ich euch mit auf einen letzten Ausflug in den Sommer: Mit dem Hope Woven Dress von StyleArc in einem einfach umwerfenden Blumenstoff!

Die Vorgeschichte zum Hope Woven Dress

Dazu gibt es eine Menge an Vorgeschichte, die ich gern mit euch teilen möchte – denn es ist eine echte Geschichte aus der Nähnerd-Welt:

Der Schnitt von StyleArc

Über den Schnitt „gestolpert“ bin ich bei Birgit vom Blog Mass-genommen.de, die beim Memademittwoch im April das Kleid vorgestellt hat. Ihre Version ist pastellig und zeigt gut die cleane Schnittführung des Kleids:

Bildquelle: StyleArc

Bequem, luftig, lässig – könnte das ein Schnitt für mich sein? Ein bisschen habe ich noch gezögert und recherchiert. Nachdem ich aber diese schicke, etwas buntere Version des Kleides bei SchoenerStil.de gefunden hatte und auch diese schwarzweiße, herbstlich gestylte Variante bei Crafting a Rainbow, überzeugte mich schließlich der Bericht über das „Sackkleid“ von Petersilie & Co. , und ich ging auf Shoppingtour bei Style Arc.

Was soll ich sagen – wenn man schon mal auf der anderen Seite des Erdballs (Style Arc ist ein australisches Label) shoppen geht, und sei es nur virtuell, dann muss sich das auch lohnen. Neben dem Kleiderschnitt wanderten so noch der Schnitt für die lässige Bluse Martha und die ebenso lässige Hose Barry ins Einkaufskörbchen.

Pluspunkt: Alle Schnitte gibt es als A0-Datei. Kein lästiges Kleben oder Zusammensetzen der Einzel-PDF’s zu einer Plot-Datei. Yaay!

Der Stoff zum Kleid

Für das Hope Woven Dress braucht man laut Angaben zum Schnitt 2.7 m für die lange Version incl. Taschen. Zwar habe ich ein ansehnliches Stofflager, allerdings nicht so eine Menge von einem Stoff. Klar: Es musste Stoff gekauft werden.

Mit Petra traf ich mich so an einem warmen Juni-Vormittag in Bad Segeberg, um dort erst fein am See zu frühstücken und anschließend den Stoffladen unseres Vertrauens zu besuchen: Das Nähcafé Seidenfein. (Werbung – aus vollem Herzen!)

Dort wurde ich – trotz Maske! – erkannt und namentlich begrüßt. Offenbar habe ich inzwischen so oft dort eingekauft (und zusammen mit Petra für Trubel gesorgt), dass man mich nun dort kennt. Wie beim letzten Mal, als wir uns um den Stoff für den Zadie Jumpsuit stritten, gab es auch diesmal wieder eine hitzige Situation: Ein blaugrundiger Stoff mit knalligen Blumen lachte mich aus einer Ecke an. Boh, genau meins! Blau! Mit Pink! Und gelb! Petra fand das allerdings auch – und wieder einmal rollte die geduldige Margarita den Stoff vom Ballen, maß ab – und im Ergebnis war genug da für uns beide. Puh!

Stoffkauf Seidenfein
schwarzer Romanit – der Kleiderstoff mit passenden Knöpfen – Blusenstoff für die Martha-Bluse

Hope Woven Dress – Zuschnitt und Nähen

Witzig am Plot des Schnitts ist, dass die Nähanleitung mit auf dem Plot angedruckt wird. Es gibt also keine Extra-Anleitung in Form eines E-Books, darauf muss man achten, bevor man eventuell überschüssiges Papier nach dem Ausschneiden der Schnittteile entsorgt 🙂

Hope Woven Dress - Zuschnitt

Zugeschnitten ist eigentlich ganz flink, denn es gibt gar nicht so viele Teile: Vorderteil, geteiltes Rückenteil, zwei Rockteile, vier Taschenbeutel, zwei Ärmel und die Belege für den Halsausschnitt. Der Stoff reichte sehr üppig, da wäre die Balgerei mit Petra gar nicht nötig gewesen. Aber – hinterher ist man immer schlauer, und: Haben ist besser als Brauchen. 😉

Nähtechnisch fand ich das Kleid recht einfach. Ein bisschen kniffelig war einzig der rückwärtige Halsbeleg mit der kleinen Knopflochschlaufe – das gehört nach wie vor nicht zu meinen Kernkompetenzen. Ist aber doch recht gut gelungen:

Hope Woven Dress - Style Arc - Schlitz - rosa Knopf
… und übrigens mit Kontrastgarn in Neonpink abgesteppt. Schade, dass man das nicht so richtig sehen kann!

Ansonsten habe ich mir an den üblichen Stellen selbst ein Bein gestellt: Die Raglanärmel mit den falschen Kanten des Vorderteils zusammengenäht und ähnliche Nachlässigkeiten. Das allerdings ist weder dem Schnitt noch der (englischen) Erklärung anzulasten, sondern eher der Tatsache, dass wir uns nach langer Abstinenz Ende Juni endlich einmal wieder zu dritt zum Nähen trafen. Coronaconform draußen im Carport, bei mäßigem Wetter aber bester Stimmung und einem feinen Buffet.

Trotz aller Schusseligkeit war am Ende des Tages das Kleid fertig und tragebereit:

Hope Woven Dress - Style Arc - Blumenmuster

Da ich nach wie vor nur eine theoretische Vorstellung vom Kräuseln habe, griff ich wieder auf meinen altbewährten Trick mit dem Gummiband zurück: Gummiband auf die gewünschte Länge zuschneiden, an die zu kräuselnde Kante mit Zug aufnähen – fertig. So habe ich es bei der Taillennaht gemacht und diese bei der Gelegenheit noch etwas enger eingehalten als vorgesehen – damit mildert sich der „Sackeffekt“ ein wenig ab.

Style Arc - Hope Woven Dress - Blumenmuster - Sommerkleid

Wie ihr seht, ist der Sitz immer noch locker. An einem heißen Sommertag ausgefüht, hat sich das Kleid bestens bewährt. Es ist wirklich luftig und leicht, aber man ist „angezogen“ und – für mich wichtig: Die Schultern sind bedeckt, und man bekommt da keinen Sonnenbrand. Trotzdem fühlt man sich nicht „eingepackt“ und beschwert durch zu viel Stoff. Super Sache!

Und was mich noch total begeistert sind die riesigen Nahttaschen, die wunderbarerweise gar nicht auftragen. Super bequem und super praktisch!

Style Arc - Hope Woven Dress - Blumenmuster - Sommerkleid - Raglanärmel - Taschenjpg

So leuchte ich mit den Blumen der Gartenausstellung um die Wette! Meine Befürchtung, das Kleid könnte zu aufdringlich sein, hat sich nicht bestätigt. Es ist wahrscheinlich so eine Sache wie bei meinem gelben Trenchcoat: Es gibt Kleidungsstücke, die machen stark, wenn man sie trägt. Dieses Kleid ist so ein Kleidungsstück.

Bei diesem Memademittwoch im September gibt es vielleicht noch das eine oder andere sommerliche Teil zu sehen – oder näht ihr schon fleißig an der Herbstgarderobe? Ich kann mich dazu irgendwie noch gar nicht so recht aufraffen. Aber vielleicht küsst mich ja die Muse und ich finde Inspirationen für den Herbst.

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