Stoffdiät 2018 – der große Rückfall

Stoffdiät 2018 – der große Rückfall

Januar 28, 2018 7 Von FrauSonnenburg

Ich gebe zu – Anfang des Jahres dachte ich, ich komme davon, die Stoffdiät sei mit dem Abschlusspost zum Kalenderjahr 2017 beendet.
Weit gefehlt: Antje, unsere „Meisterin“ macht weiter und hat wieder einen wunderbaren Fahrplan für die kommenden 12 Monate aufgestellt.

Da ich mich, wie gesagt, sicher fühlte, muss ich zunächst einmal eine ganz große Sünde beichten.
Ich war beim Lagerverkauf von Lillestoff. Mit KapeAnlumi und Dashabichselbstgemacht und einer weiteren lieben Nähfreundin.
Und es kam, wie es kommen musste: Wir waren allesamt in Extase. Und das sah am Ende so aus:

 Immerhin habe ich für fast alle Stoffe einen konkreten Plan:

  
Ein Meter „Breeze“ („das ist GENAU DEIN Stoff! Den MUSST du kaufen!“ wurde ich beschwatzt) wird ein Kurzarmshirt werden.
Zwei Meter Viskosejersey in schwarz-Anthrazit werden zu Kleid 24 aus der Fashion-Style 12/17, den Ausschnitt und evtl die Ärmelbündchen werde ich mit curryfarbenem Jersey paspeln.
Dieser wunderschöne Modal hat mich total entzückt und gehört zur künftigen Sommerkollektion. Anderthalb Meter werden zu einem Wasserfallshirt verarbeitet: 
 
Und der Katzenjersey mit passendem Kombistoff, insgesamt 1.20 m aus der Restekiste, wird ein Nachthemd.
Noch keinen ganz konkreten Plan habe ich für den schönen festen Jeansjersey „Baila“, zwei Meter haben laut nach mir gerufen und wollen ein Kleid werden. Ein Stück passenden Kombistoff in Uni habe ich sicherheitshalber noch mitgenommen, um ein bisschen kreativen Spielraum zu haben.
Bloß welches?
Ein Baukastenkleid aus der Fashionstyle 11/17? 
Caya oder Ponte aus Ottobre? Oder das schöne Kleid Nr 7 mit Schwanenhals aus der  Fashionstyle 12/17? Was meint ihr?

 Außerhalb von Lillestoff sind noch weitere 2 m schöner dicker Hilco-Jersey in weinrot dazugekommen, der zu Fanö von Schnittbox vernäht wird. Der Schnitt ist schon ausgedruckt und hat mich beim Zusammensetzen schon ein bisschen geärgert. Hoffentlich ist das kein Trend, der sich beim Nähen fortsetzt…

Insgesamt also ansehnliche Zugänge von 10,20 m.

Wie auch in den letzten Jahren, musste ich im Januar erst einmal eine Art Näh-Lähmung überwinden. Anfang des Jahres finde ich häufig einfach nicht in den Nähflow. So habe ich erst einmal kleinere Sachen genäht.
Der beste Ehemann von allen bekam seine lang gewünschten Schonbezüge für die Terrassenlautsprecher, deren Segeltuchstoff (normalerweise macht man daraus wohl Spinnaker) sich nicht so gut mit der Nähmaschine vertragen hat. 

Und eine Strickfreundin bekam einen Friemelstilo genäht als Projektbeutel.

Die Stoffe für beide Projekte sind nicht in der Bilanz erfasst, zählen also auch nicht als Abgänge.
Das erste große Vorhaben für dieses Jahr habe ich am letzten Wochenende fertig gestellt, den Partyrock von Crafteln. Der hat immerhin 2.50 m Babycord verbraucht, und ich habe das erste Projekt auf meiner Liste für 2018 erfolgreich erledigt. Den Partyrock zeige ich demnächst genauer.

Alle Zugänge erfasse ich wie gehabt in einem Notizbuch:

 Vorne klebe ich kleine Proben der Stoffe ein, die ich gekauft habe, und schreibe auch die Pflegehinweise hinzu. Hinten erfasse ich dann die Zugänge, und separat davon die vernähten Abgänge. Als Abgang zählen bei mir die fertig genähten Projekte, nicht die zugeschnittenen.

Aktuell verfüge ich über 24.80 m – und daher sieht die Stoffkiste leider wieder so aus:

Ziele für das neue Jahr:
– weiter buchführen über die Stoffe – das Wissen über die vorhandenen Meter hat mich tatsächlich schon so manches Mal von Exzessen beim Stoffkauf abgehalten
– die Ufo-Hose, bei der seit November nur noch Bund und Säume fehlen, endlich fertigstellen. Auf die hab ich einfach so gar keine Lust mehr.
– Stoffe projektbezogen kaufen und möglichst zeitnah vernähen
– kein schlechtes Gewissen haben, wenn es mit der Nähzeit mal nicht so hinhaut
– am Ende des Jahres nur noch so viel Stoff haben, wie in die Kiste passt. Je nach Stoffbeschaffenheit ist das mehr oder weniger als jetzt – daher will ich mich nicht auf Meter festlegen. Aber der Deckel sollte immer zu schließen sein. Schon allein, damit die Katzen nicht in der Kiste schlafen.

Ähnliche Ziele habe ich mir übrigens auch für meine Wolldiät gesetzt – Ziel generell ist, nicht mehr zu lagern als der Platz hergibt, und die verfügbare Zeit realistisch einzuschätzen.

Meine Vorsätze wandern zu Küstensockes Linkparty, wo die Vorsätze der anderen Mitstreiterinnen zu lesen sind.