Wolldiät im September: Was tun mit Restknäueln?

September 4, 2018 2 Von FrauSonnenburg

Willkommen zur Wolldiät im September!

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Thema für die nächsten acht Wochen sind die Resteknäuel, die sich häufig im Stash finden, weil man den Bedarf für ein Projekt doch zu großzügig eingeschätzt hat. Und haben ja sowieso besser ist als Brauchen.

Was aber tun mit diesen einsamen Restknäueln, teilweise lang vergangener Projekte?

Ich erzähle euch einmal, wie meine Vorgehensweise ist.

1- Bestandsaufnahme:

Bei mir lagern aktuell

  • je eine Kone Ito Kinu und Shio vom LaceBine-Top,
  • ein Knäuel Lamana Perla vom Insa-Top,
  • ein Bergère de France Angora von Dineke,
  • einige Knäuel Lamana Milano in verschiedenen Farben vom Loppa-Mantel,
  • zwei Knäuel Farbverlaufsgarn von Lana Grossa in Sockenwollstärke, dessen dunkle Farben mir nicht mehr gefallen und aus dem deshalb wohl doch kein Schal wird,
  • dazu ein Knäuel Häkelgarn zum Filethäkeln.

Besonders problematisch finde ich hier das Angoragarn. Dieses ist so speziell und so teuer, dass mir überhaupt keine Verwendung einfällt. Außer, gleiches Garn dazuzukaufen – was ich eigentlich nicht möchte. Und ein Knäuelchen von 25g ist irgendwie zu wenig für alles.

Kinu und Shio werde ich für den kommenden Sommer verwenden, und Milano wird irgendwann einmal ein Schal, ein Loop oder eine Mütze.

Perla und das Farbverlaufsgarn kann ich entweder noch anderweitig verarbeiten, oder vielleicht tauschen oder verkaufen.

2- Aufräumen:

Ich habe in den vergangenen Wochen meine Wollkisten derb aufgeräumt. Einzelne Knäuel Baumwolle habe ich zusammen mit allem Sockengarn an meine Mutter geschickt. Sie strickt daraus Dinge für den guten Zweck: Socken, Mützen, Decken, die ich dann wiederum weiterverteile. Diese Aufräumaktion, verbunden mit einer weiteren Verschenkaktion mehrerer Beutel Wollreste an die Tochter von Bekannten, führte schon mal dazu, dass ich eine Box komplett leeren konnte und  ich nun nur noch drei Kisten Wolle beherberge:Wolle Aufbewahrung Ikea Samla

Oben rechts sind angefangene Knäuel, mit denen man noch kleine Trostpüppchen oder ähnliche kleine Dinge herstellen kann. Ich mache mit solchen Resten auch gerne einmal Musterproben oder probiere aus, ob sich eine kopfgestrickte Konstruktion auch in echt stricken lässt. In der großen Box unten links sind die Garne, die ich breits Projekten zugeordnet habe. Unten rechts  ist die Box, in der vorwiegend die besagten Resteknäuel lagern. Was für ein tolles Gefühl, dass wieder ein bisschen Platz ist im Schrank!

3. Ideen?

  • Reste aus Garnen gleicher Stärke kann man super kombinieren. Monika zum Beispiel ist da ganz weit vorne, sie strickt gefühlt ein Kleidungsstück nach dem anderen aus Restbeständen, das finde ich ganz großartig!
  • Auch zu Tüchern lassen sich verschiedene Garne schön kombinieren, mein großes Vorbild hier ist Stephen West
  • Puppenkleider, Dekoartikel wie z. B. Julekuller oder Nikolausstiefel (das wäre evtl was für mein Knäuel Perla!), kleine Täschschen (wie diese hier z b. ) oder Amigurumis stricken oder häkeln
  • Ein-Knäuel-Projekte wie Handschuhe, Mützen, Stulpen . Bunt gemixt in Form, Material und Faser. Ein paar schöne Ideen habe ich auf meinem Pinterest-Board gesammelt , aber auch auf Ravelry lassen sich über die Lauflänge der Garne Ideen finden. Und bei Schoenstricken.de habe ich eine Mini-Blogserie zum Thema gefunden.

Wie ist es bei euch? Habt ihr viele Restknäuel? Problemknäuel? Und vielleicht Pläne damit?

Und wie war das so mit der Wolldiät?

Wie ist es euch ergangen? Wart ihr standhaft und habt an eurem Stash gearbeitet? Oder gab es Verlockungen, denen ihr erlegen seid?

Leider war es bei mir genau so. Denn ich war auf dem

Hamburger Wollfest 2018

Ein Wollfest ist sozusagen die Konditorei für den Diätenden. Obwohl ich in Begleitung war (es war sozusagen ein Mini-Maschenfeintreffen) UND einen Plan hatte, bin ich doch etwas eskaliert.

Diese Schätzchen sind neu bei mir eingezogen:

bunte wollstränge vom Hamburger Wollfest

Ein gelber Strang Sockengarn von der Ponderosa Wollfarm in der Farbe „Sonnengott“, zusammen mit zweiSträngen Merino Socks 4fach von Ovillo Wolle, einer in einem wahnsinnigen dunkelblau, einer in leicht meliertem Natur: Dies ist Material für LaCrau von Melanie Berg, den ich schon sooo lange stricken will.

Die hell gesprenkelte Färbung oben rechts,ebenfalls von Ponderosa, heißt „Einhorn“ und sprang mich schon an, als ich den Ausstellungsraum noch gar nicht recht betreten hatte . Sämtliche meiner Begleiterinnen meinten, diese Färbung sei nur und ganz speziell für mich auf dem Fest zu kaufen. So habe ich mich gebeugt. Was daraus werden soll? Ich weiß es noch nicht. Aber in diesem Fall erlaube ich mir das.

Drei weitere Stränge Ponderosa– gelb (Sonnengott), pink und pink-gelb  (Mary Jane) werden ein Tuch, alternativ ein sehr buntes Frühlingsjäckchen. Für beides habe ich schon eine Idee, mal sehen, was am Ende tatsächlich daraus wird.

Die weiteren Einkäufe des Festivals – ein bisschen Hiya-Hiya-Zubehör und ein paar wunderschöne Knöpfe vom Knopfshop – zählen ja nicht zur Wolldiät, erfreuen mich aber trotzdem sehr.

Sonstige SündenAußerdem gibt es ja immer wieder Test- und Modellstricks, bei denen ich gerne mitmache :

Für Vegarn.eu habe ich zum Wollfestival Handschuhe aus Pure Soysilk als Modell für ihren Stand gestrickt: Die Winterfold Mittens. Dazu habe ich drei Knäuel des Garns erhalten, zwei davon verstrickt und einen wieder an Marlin zurückgegeben. (Über die Handschuhe und das Garn schreibei ich noch einmal in einem separaten Post) –

Aktuell bastele ich an zwei weiteren Teststricks:

Einer ist ganz geheim, für den musste ich tatsächlich Wolle kaufen, da in meinem Stash nichts passendes zu finden war. Die Wahl fiel auf vier Knäuel ProLana Dream Lace in knalligen Regenbogenfarben. Kombiniert wird mit Pinta von Pascuali aus meinem Stash, die ich selbst dunkelblau eingefärbt habe.

Der zweite ist der LaceBINE Cardigan, sozusagen das Folgemodell zum Top LaceBine, das ich im Juli testgestrickt habe. Gestrickt wird aus Lamana Como, aber diesmal aus dem Stash.

Außerdem sind 5 Knäuel Lamana Como Tweed bei mir eingetrudelt, aus denen mein nächstes eigenes Design werden soll: ein Long-Cardigan. Wenn ich bloß endlich einmal Zeit fände, ihn zu berechnen. Stricken ist bei mir ja immer eher das kleinere Problem….

Und es ergab sich noch eine sehr günstige Gelegenheit aus meinem Maschenfein-Bekanntenkreis: Eine Strickfreundin hatte sich an Ito Gima 8.5 probiert und kam mit dem Garn überhaupt nicht zurecht. Also habe ich ihr die sechs Knäuelchen abgekauft – sicher wird daraus etwas schönes für den nächsten Sommer, vielleicht sogar eine weitere eigene Anleitung?

Unterm Strich also eine Menge Zugänge: Plus 5000 m.

Insgesamt sind wieder knapp 14 km Garn im Vorrat. Aber immerhin nur noch in drei Kisten. *schiefgrins*

Fertiggestrickt

… habe ich seit dem letzten Treffen die LaceBine (minus 1810 m), die Handschuhe (minus 300 m), und fast einen ganzen „Dessine-moi-un-Mouton“ von Rililie (aktuell ca minus 700 m). Hier fehlt noch ein Ärmel – aber dann kamen mir die oben erwähnten Projekte in die Quere….

Vielleicht sollte ich mir noch einmal meine „Strategien gegen das Verzetteln“ durchlesen?

Nun erzählt mal, hier im Blog ist die Linkparty 2 Wochen geöffnet. Ihr könnt auch in der Facebook-Gruppe mitmachen oder mich bei Instagram (@frausonnenburg, #Wolldiaet2018) verlinken. Ich bin gespannt!

 

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