Wolldiät 2018 – Bestandsaufnahme und Ziele

Wolldiät 2018 – Bestandsaufnahme und Ziele

Januar 9, 2018 5 Von FrauSonnenburg

 Im letzten Jahr habe ich eine Stoffdiät gemacht, die im Rahmen einer
Linkparty organisiert war. Alle zwei Monate trafen sich die
Teilnehmerinnen, um über ihre Fortschritte (und Rückschläge) zu
berichten und sich gegenseitig Lob, Trost oder Motivation zu spenden.
Das hat für mich super geklappt – es war ein bisschen so, wie ich mir
die Weight-Watchers-Treffen vorstelle: Um nicht beim nächsten Treffen
zugeben zu müssen, wieder Stoff gekauft zu haben, habe ich es gleich
bleiben lassen. So ist mein Stoffbestand innerhalb der letzten 12 Monate um stolze 27 Meter
geschrumpft, und ich habe wieder Platz in der Stoffkiste. Und das,
obwohl ich trotzdem Stoff gekauft habe – vernäht habe ich nämlich über
43 Meter.

So möchte ich das gern mit dem Wollbestand auch handhaben.

Einen Überblick habe ich mir verschafft – hier zeige ich euch meine Vorräte:

Die
Kiste vorne ist eine Kiste voller Reste. Manchmal nur Fädchen, manchmal
noch halbe Knäuel. Die Wolle in dieseer Kiste ist nicht erfasst.
Vielleicht werde ich sie wiegen, um die Abgänge dokumentieren zu können.

Rechts oben ist eine Kiste gemischt mit Restknäulen aus abgeschlossenen Projekten.
Die mittlere Kiste beherbergt hauptsächlich Sockenwolle.
Und
in der großen Kiste links lagert hauptsächlich Garn für konkrete Projekte.

Aktuell habe ich über 16 km Wolle im Schrank (den
Stash habe ich mit Hilfe von Ravelry erfasst. Das ist zwar ein bisschen
zeitaufwändig, aber liefert harte Fakten).
Diese 16 km stressen mich.

Konkret
stresst mich folgendes – und das war das Gleiche bei meinem Stoffbestand: Ich
habe zwar einen Überblick über mein Lager. Vieles ist auch konkreten
Projekten zugeordnet. Aber es kommen immer wieder Verführungen über den
Weg – neue Garne, oder tolle neue Projekte, die im www lemminghafte
Begeisterung auslösen, und die ich unbedingt stricken will. So kaufe ich
neue Wolle, die ich immerhin dann auch zeitnah verstricke – aber die
bereits vorhandene bleibt im Stash, und zwischendurch habe ich nicht mal Platz, die Wolle des aktuellen Projekts zu lagern.Im Prinzip nervt mich also meine Disziplinlosigkeit gepaart mit einer scheinbar völlig falschen Einschätzung meiner verfügbaren Strickzeit.

So habe ich mir für die nächsten 8 Wochen folgendes VORSÄTZE gefasst:

  • Alles noch einmal durchgehen und AUSSORTIEREN, was ich nicht mehr verstricken möchte. 
  • Die Wolle so ORDNEN, dass ich immer die fürs aktuelle Projekt im
    Zugriff habe, und nicht beim Kramen nach dem nächsten Knäuel von
    Streichelwolle Flausen in den Kopf gesetzt bekomme.
  • Einen PROJEKTPLAN aufstellen. Dieser heißt in meinem Fall: erst
    einen dicken Pullover aus Drops Air. Sieben Knäuel aus der Kiste links
    wären damit verschwunden, und es wäre schon ein bisschen mehr Platz
    drin.
  • DOKUMENTATION! Meine Projekte und die Entwicklung des Stashs, erfasse ich weiter bei Ravelry, da lässt sich die Wolle aus
    dem Stash schön zuordnen, und man sieht den Erfolg, wenn die Wolle vom
    Stash in die Kategorie „verstrickt“ wandert.
  • VERSUCHUNGEN MEIDEN: wer nicht in den Woll-Laden geht, kann auch
    nichts kaufen. Wer nicht online stöbert, kann auch nichts kaufen. Wer
    keine Newsletter bekommt, wird nicht von Angeboten verführt.
  •  Klare REGEL: Keine UFOs. Erst wenn ein Projekt fertig ist, wird das
    neue angefangen. Und wenn zwei Projekte fertig sind, darf für ein neues
    neue Wolle gekauft werden. Zukäufe, um neue Projekte aus dem Bestand
    umsetzen zu können, sind ebenfalls erlaubt.

Nun seid ihr an der Reihe. Was sind eure Ziele? Woran genau stört ihr euch bei eurem Stash und Eurem Umgang damit?

Hier geht es zur Linkparty – das Tool ist für zwei Wochen geöffnet. Auf Facebook oder Instagram könnt ihr durchgängig mitmachen – ich freue mich auf Euch!

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