Auf den Nadeln im Februar – Strickrückblick

Februar – Strickzeit! Bei uns im Norden war es fast den ganzen Februar über lausig kalt, und so hatte ich spontan ein paar schnelle, warme Winterprojekte auf den Nadeln. Aber auch mein Frühlingsprojekt ist ordentlich gewachsen. Auf den Nadeln im Februar!

Fertige Projekte im Februar

Während ich wie ein Junkie die Olympischen Spiele im Fernsehen verfolgt habe, lieferte mein Gehirn mir eine hübsche Idee für schnelle Ein-Knäuel-Projekte nach der anderen. Prima Nebeneffekt dabei: Ich habe ein bisschen den Stash abgebaut. Yaaay!

Stirnbänder MANU

Auf den Nadeln im Februar: gestrickte Stirnbänder in aubergine und naturweiß  mit Strukturmuster

Traditionell fahre ich mit meiner Freundin im Februar nach Sylt. Dort war es dieses Jahr Ende Februar noch bitterkalt, und ein scharfer Wind pfiff über Strand und Watt. Ich habe zwar einen Haufen warme Mützen, aber meine Mutter brachte mich auf eine Idee: Ich probiere mal ein Stirnband aus!

Im Stash fanden sich zwei Knäuel Tibetan von Pascuali in Aubergine und Naturweiß: Mit 30% Schurwolle und 70% Yakwolle weich, leicht und vor allem sehr schön warm!

Eine Musteridee war schnell gefunden, und so klapperten die Nadeln munter drauflos.

Beide Stirnbänder haben ein Muster aus rechten und abgehobenen Maschen, das ich beim zweiten Stirnband (dem pflaumefarbenen) etwas variiert habe.

Gewidmet sind sie meiner lieben Freundin Manu: Diese hat sehr empfindliche Ohren und ist daher sommers wie winters mit Stirnband unterwegs, sobald sie die Nase aus der Haustür steckt.

Ein Stirnband ist schnell an zwei Abenden gestrickt, und so konnte ich beide noch auf Sylt auf ihre Tauglichkeit gegen den Nordseewind testen. Und sie haben bestanden! Für mich als Mützenträgerin ist ein Stirnband ein völlig neues – sehr angenehmes – Tragegefühl.

Verbrauch: je 95 m / 38 g pro Stirnband

Schillerlocke-Schal

Auf den Nadeln im Februar: kleiner Kaschmirschal mit Strukturmuster

Kennst Du Schillerlocken? Nein, nicht den Räucherfisch, sondern das knusprige Blätterteiggebäck mit Cremefüllung?

Diesem ähnelt dieser kleine Schal, der deshalb Schillerlocke heißt.

Im Stash fand sich ein Einzelkind Cashmere 6/28, ebenfalls von Pascuali. Ein federleichtes Garn aus 100% Cashmere, fluffig wie die Füllung des Gebäcks. Das hübsche Strukturmuster, das mir bereits bei dem einen Manu-Stirnband so gut gefallen hat, habe an den Schal angepasst und bin ganz begeistert von dem Effekt, den es ergibt: Ein bisschen erinnert es an die Wabenstruktur einer Eiswaffel.

Den Schal habe ich ratzfatz an ein paar Abenden gestrickt und das Knäuel dabei bis zum letzten Meter aufgebraucht. Mit ca 11 cm Breite und einer Länge von etwa 80 cm ist die Schillerlocke ein hübscher, kleiner Halswärmer für den Frühling.

Verbrauch: 25 g / 112 m.

Für die drei Projekte wird es übrigens in Kürze einen Aufruf zum Teststricken geben – wenn Du Lust hast auf eins (oder mehrere) davon, melde dich gern bei mir!

Auf den Nadeln im Februar

Der Frühlingspullover

Auch hier war ich fleißig. Zugunsten der drei kleinen Projekte musste der Frühlingspullover allerdings auf die Ersatzbank. Angesichts des eisigen Wetters war das gar nicht schlimm. Dennoch ist er ein ganzes Stück gewachsen, ich habe gerade das 2. Knäuel angefangen und bin gespannt, wie weit ich mit den insgesamt drei Knäueln kommen werde.

Ich stricke den Pullover auf den neuen Mystic Lace von addi. Die hauen mich bei diesem Garn wirklich von den Socken. Durch den Poly-Anteil von 50% ist das Garn eins von der rutschigen Sorte, und wird von der Oberfläche der Nadeln super abgebremst. Ach, und diese spitze Lace-Spitze – die ist einfach phänomenal!

Der Plan sieht einen V-Ausschnitt vor, der von einem kleinen Lace-Muster eingerahmt wird und sich nach rechts und links ausdehnt. Mal sehen, wie sich das in der Praxis umsetzen lässt. Das wird dann wohl im März Bestandteil des Strickrückblicks.

Neu im Stash

Auf den Nadeln im Januar - neu im Stash: ein Knäuel 6fach Sockenwolle von Atelier Zitron in rot/orange/pink

Ganz abstinent war ich im Februar leider nicht. In Lübeck gab es eine Kreativ-Messe, mit vielen Ausstellern aus ganz verschiedenen kreativen Bereichen. Neben ein bisschen Stoff habe ich ein (!) Knäuel Wolle kaufen „müssen“, das letzte seiner Art, das genau meinem Beuteschema entspricht.

Dem Farbflash und dem guten Zureden meiner Freundin („Das ist genau DEINS“) konnte ich mich leider nicht entziehen.

Zum Herbst hin wird vielleicht ein Tuch daraus. Und bis dahin kann ich diese Schönheit einfach anschauen und streicheln.

Zugang: 150 g / 390 m

Maschenmarkierer aus Metall in Handschuhform - Auf den Nadeln Januar

Ach, und gebastelt habe ich auch ein bisschen!

Auf besagter Kreativmesse gab es gleich am Eingang einen riiieeesigen Stand mit Perlen aller Sorten, Farben und Formen, und mit allem Zubehör, das man zum Schmuckbasteln so braucht.

Ganz cleverer Standort, denn dort kamen meine Freundin und ich nicht vorbei, sondern haben ungefähr eine knappe Stunde das Angebot begutachtet und fleißig Tütchen mit Perlen gefüllt. An diesen süßen Handschuhen kam ich nicht vorbei.

Sind die nicht süß?

Damit ist Zeit für die

Wollbilanz im Februar

  • 3 EUR je fertiges (großes) Projekt – 0 EUR
  • 2 EUR je fertiges (mittleres) Projekt – 0 EUR
  • 1 EUR je fertiges kleines Projekt – 3 EUR für die beiden Stirnbänder und den Schal
  • 1 EUR für jedes neu angestrickte Knäuel: 3 EUR bei den drei kleinen Projekten, 2 EUR beim Frühlingspullover
  • 1 EUR für jedes aufgebrauchte Knäuel: 3 EUR bei den drei kleinen Projekten, 1 EUR beim Frühlingspullover.

Das macht insgesamt 12 EUR. Zusammen mit den 9 EUR aus dem Januar sind nun schon 21 EUR im Wollsparglas von Just a knitting man.


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