Auf den Nadeln im November
Im November habe ich meine kreative Ader voll auf den Nadeln ausgelebt. Die Ergebnisse teile ich hier mit Dir, und vielleicht inspiriere ich Dich ja zu dem einen oder anderen Projekt – viel Spaß beim Lesen!
Auf den Nadeln im November: Fertige Projekte
ChristmasSoxx 2024

Dieses Jahr verschenke ich viele selbstgestrickte Socken. Das letzte Paar für die Geschenkekiste ist gleich Anfang November fertig geworden: Die ChristmasSoxx 2024 nach einer Anleitung von Stine & Stitch.
Das war ein wahrer Strickspaß! Der Musterrapport ist nur 4 Maschen breit, das kann man sich gut merken und schnell stricken. Es entstehen keine langen Flottierfäden, und ratzfatz ist die Socke fertig.
Das Muster mit den Zuckerstangen, Tannengirlanden und Herzen macht also riesigen Spaß, und die Bumerangferse geht mir auch immer flott von der Hand.
Zum Ende der zweiten Socke hat sich ein Krimi ergeben: Würde das naturfarbene Garn noch reichen? Es hat gereicht. Ganz knapp. Das Knäuel hat quasi haargenau bis zur letzten Masche gereicht. Prima: So bleibt kein Rest übrig.
Für die Socken habe ich insgesamt 276 m oder 69 g verstrickt.
Restemütze
Beim Durchsehen meiner Wollvorräte fielen mir die Reste des Ghost Dancer Tuchs in die Hände, das ich vor zwei Jahren als Teststrick für Mairlynd gestrickt habe. Die Cheeky Merino Joy von Rosy Green Wool ist so herrlich weich und „unkratzig“, dabei schön warm. Eine Mütze passend zum Tuch wäre ein Traum!
Gedacht, gemacht – naja, jedenfalls fast. Die Mütze war mein handliches Mitnahmeprojekt für eine kürzliche Reise mit der Bahn. Das Bündchen in dem herrlichen Sonnengelb strickte sich noch ganz flink, aber das Hebemaschenmuster mit dem Schöppel-Farbverlaufsgarn wollte mir in der Runde nicht gelingen. Da ich nun aber sehr geübt bin im zweifädigen Stricken, änderte ich den Plan einfach und strickte einen 2/2 Farbwechsel, der sich alle 2 Runden versetzt. Quasi ein „Würfelmuster“.


Genau dieses Muster sorgte bei den Abnahmen für die Krone erneut für Kopfzerbrechen. Eine schöne Abnahme, die das Muster nicht zerschießt, wollte mir nicht gelingen. Erst im dritten Anlauf hat es geklappt, und nun bin ich sehr zufrieden mit meiner neuen Mütze!
Verstrickt habe ich insgesamt 184 m bzw. 61 g.
Auf den Nadeln im November: Work in Progress
Restehandschuhe

Nun sind immer noch nicht alle Reste vom Tuch verstrickt, und so habe ich unverdrossen ein Paar Handschuhe angenadelt.
Fingerhandschuhe sollen es werden, deren Handfläche wieder mit dem Würfelmuster gestrickt werden. Die Finger sollen einfarbig werden. Was das gelbe Garn betrifft, wird es wieder ein Strickkrimi – sollte alles so ausgehen wie geplant, werden die Daumen gelb und die Zeigefinger pink.
Dieses Handtaschenprojekt muss nun aber erst einmal auf die Wartebank, denn mein neuer Modellstrick ist sehr zeitaufwändig:
Seaglass Cardigan
Dagmar von Mährlewolle hat ein feines Gespür dafür, welche Projekte sie mir als Modellstrick anbietet. Den Seaglass Cardigan von Wool & Pine hatte ich schon länger auf dem Radar, und nun stricke ich ihn für Mährlewolle aus dem Bodenseeschaf: ein tolles Garn von einer Schafherde am Bodensee, und erhältlich in vielen tollen Farben.
Davon hat mir Dagmar eine schöne Auswahl zusammengestellt, und nun arbeite ich mich an diesem Projekt ab, das gar nicht so trivial ist, wie es auf den ersten Blick schien.


Denn das Besondere an der Anleitung ist, dass man nicht in der Runde strickt, sondern nur so tut, als ob. Man strickt eine Reihe in zwei Farben, schneidet die Fäden ab, schiebt die Maschen wieder ans andere Ende der Nadel, setzt zwei neue Fäden an – und das Ganze von vorn. An den Rändern wird dabei gleich eine Art I-Cord angestrickt, aus dem später die Maschen für den Kragen aufgenommen werden. Bis dahin wird es allerdings noch geraume Zeit dauern.
Der Anfang des Projekts gestaltete sich logistisch anspruchsvoll. Damit ich die Farben immer in der gleichen Reihenfolge verstricke, habe ich sie mir gleich im Versandkarton zurechtgelegt und bediene mich nun Reihe für Reihe daraus.
Die Raglanschrägen mit ihren Zunahmen waren schon eine Herausforderung. Inzwischen sind aber die Ärmel abgeteilt, und so schaffe ich jeden Abend 4 – 5 cm am Körper. Nicht mehr lange, und ich kann das Bündchen stricken. Und dann „nur noch“ die Ärmel und die Abschlussblende…
Neu im Stash
Im letzten Post habe ich es ja schon angedeutet – ich war beim Fabrikverkauf in der Hamburger Wollfabrik. Und natürlich kommt man da nicht ohne Beute wieder raus.
Allerdings war ich so überfordert vom Angebot und auch von dem Gedränge dort, dass ich vielleicht sogar weniger gekauft habe als unter „normalen“ Umständen. Hier also meine Wollbeichte:



Jahaa, „nur“ drei Konen! Die Baumwolle vierfädig in orange (links) und pink (Mitte) sind gedacht für einen Frühlingspullover. Zusammen schlagen sie mit 500 g – 1670 m zu Buche. Die sechsfädige Baumwolle in Sonnengelb (424 g – 1600 m) soll einmal ein Sommertop oder auch ein Jäckchen werden. Die Farbe macht einfach zu gute Laune!
Damit ist es Zeit für die ernüchternde Statistik im November:
Wollstatistik im November und die Spar-Euros im Wollsparglas

- 3 EUR je fertiges (großes) Projekt – 0 EUR
- 2 EUR je fertiges (mittleres) Projekt – 0 EUR
- 1 EUR je fertiges kleines Projekt – 2 EUR für die ChristmasSoxx und die Mütze
- 1 EUR für jedes neu angestrickte Knäuel: 15 EUR beim Cardigan
- 1 EUR für jedes aufgebrauchte Knäuel: 1 EUR bei den ChristmasSoxx, 3 EUR beim Cardigan
Insgesamt kommen diesmal stolze 21 EUR zusammen. Zusammen mit den 107 EUR aus dem Oktober sind damit dann 128 EUR im Wollsparglas von Just a knitting man.
Verlinkt zu Augensterns Welt – Creativsalat – Lieblingsstücke – Ein kleiner Blog – Samstagsplausch
Ich bin sehr beeindruckt von Deiner Statistik – außer den verstrickten Woll-Metern, die Ravelry für mich nachhält, halte ich nichts nach. Aber spannend ist es schon! So spannend wie die wachsende Strickjacke! Auf die bin ich sehr gespannt!
Liebe Grüße
Carina.