Ottobre Design: Autumn Falls in Leo

Ich liebe den Strickmantelschnitt Autumn Falls von Ottobredesign! Er ist recht schnell genäht, und er gibt sooo viele Möglichkeiten der Gestaltung. Hier ist meine vierte Version dieses unschlagbaren Teils. Achtung: Es wird bunt!

Autumn Falls: ein Mantel – viele Variationen

Der Schnitt ist aus Ottobre Design Heft 5/2015. Es gibt ihn mit und ohne Kapuze und mit oder ohne Teilungsnähte:

Damit sind der Näherin unendliche Möglichkeiten geboten, und für einen gemütlichen Mantel ist dieser Schnitt mein absoluter Liebling.

Bisher habe ich drei Mäntel nach dem Schnitt genäht:

Ganz links der Vogelmantel von 2017, den ich immer noch sehr gerne trage. Der ist so schön warm und kuschelig!

In der Mitte der Ballerinamantel von 2018 aus einem leider nicht sehr langlebigen Jersey von Lillestoff. Mit diesem Modell bin ich nie so recht warm geworden.

Rechts das Modell aus Albstoffe-Jacquard von 2023. Ich liebe die Kombination von dem satten gelb mit dem schwarz-weißen Jacquard!

Immer wieder finde ich es faszinierend, wie unterschiedlich Modelle nach dem gleichen Schnitt, aber verschiedenem Stoff wirken. Das ist das Tolle am Nähen – es gibt so viele Möglichkeiten der Gestaltung!

Nun habe ich also schon über 2 Jahre keinen neuen Mantel mehr genäht – das kann so nicht bleiben.

Auf dem Stoffmarkt in Fürth im letzten November habe ich ordentlich Beute gemacht, unter anderem einen knallig-schönen Jacquard mit Leomuster in blau, orangegelb und pink. Genau mein Beuteschema! Dazu passend ein blauer Jacquard für Bündchen und Blende, und pinkfarbenes Bündchen für die Taschenbeutel.

Bei diesem Mantel habe ich darauf verzichtet, mehrere Stoffe zu verwenden. Kurz hatte ich mit dem Gedanken gespielt, den Mantel dreizuteilen wie den Vogel- oder den Ballerinamantel, und den Mittelteil in blau zu gestalten, aber der bunte Leo verdient eine alleinige Bühne, fand ich. So war der Zuschnitt von Mantel- und Blendenteilen schnell erledigt.

Kniffelstelle: Die Taschen

Am Spannendsten sind die Taschen zu nähen, das ist immer ein kleiner Krimi: Im Schnittmuster ist eine Schablone enthalten, mit deren Hilfe man die Kontur des Eingriffs auf die Taschenbeutel kopieren kann. Die Taschenbeutel werden auf die rechte Seite des Mantels gelegt und der Eingriff abgesteppt. Dann wird die Öffnung aufgeschnitten (das ist der creepy Teil), der Taschenbeutel nach innen gezogen und die Nähte geschlossen. Ist dieser Teil geschafft, hat man schon einen schönen Eindruck vom fertigen Mantel:

Damit alles schön am Platz bleibt, spendiere ich dem Tascheneingriff immer gern eine Steppnaht, hier in pink. Auf dem Foto sieht die Naht etwas blass aus, tatsächlich ist sie aber in dem gleichen Pinkton wie das Leomuster.

Die übrigen Teile sind schnell zusammengesetzt, und nach einem Näh-Nachmittag hatte ich einen neuen, knalligen Mantel im Schrank mit Zeug zum Lieblingsteil:

BÄM! Ich lieb’s! Angezogen sieht der Mantel so aus:

Beim Fotoshooting auf dem Gelände der Gollan-Werft Anfang Februar war es noch bitterkalt, die Straßen waren noch glatt und verschneit. Zum Glück ist jetzt alles weggetaut, und der Frühling hat schon mal die Nase durch die Tür gesteckt. Falls es aber doch noch mal kalt werden sollte, bin ich auch dafür bestens gewappnet, denn vom Leo-Stoff war noch reichlich Rest, aus dem ich mir noch eine coole Beaniemütze genäht habe:

Leomütze aus Jacquard

Die Mütze hatte ich schon oft an, denn im Gegensatz zu Wollmützen ist sie ideal für meine Walkingtouren: Wärmt den Kopf, ohne zu überhitzen, und kratzt auch nicht. Noch ein Lieblingsteil!


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